Datenintegration für Energieeffizienz


Ziel des Projekts IDEE ist es, ein innovatives IT-Tool für das Management von Strategien zur Steigerung der Energieeffizienz für die öffentliche Verwaltung zu entwickeln. Das System wird in der Lage sein, detaillierte Informationen über die Gebäude im jeweiligen Einzugsgebiet bereitzustellen, die bei der Planung von Strategien in puncto Energie und Umwelt sowie zur Überwachung der durchgeführten Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz hilfreich sind.

Das Projekt IDEE wird von der Autonomen Provinz Bozen im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Projektpartner sind R3 GIS, Alperia und die Freie Universität Bozen.

Pilotgemeinde und Übertragbarkeit


Das System wird auf der Grundlage der in der Gemeinde Meran gesammelten und verarbeiteten Daten entwickelt; berücksichtigt werden somit die Informationsquellen, die für die Energieeffizienzpolitik der Südtiroler Bevölkerung nützlich sind und normalerweise für jede andere öffentliche Verwaltung verfügbar sind, mit dem Ziel, das System übertragen und für andere Gemeinden anpassen zu können. Die im Rahmen des Projekts IDEE entwickelten Technologien werden mit einer Open-Source-Lizenz freigegeben, um deren freie Nutzung zu garantieren und deren Verbreitung und Anwendung durch andere öffentliche Träger für die Erreichung der eigenen Ziele in puncto Energieeffizienz zu fördern.

Die wichtigsten Punkte


Gebäudeinformationen

Den öffentlichen Verwaltungen steht eine Vielzahl von Daten über die Gebäude in ihrem Zuständigkeitsbereich zur Verfügung, die in verschiedenen Datenbanken gesammelt werden. Ziel des Projekts IDEE ist es, ins eigene System Daten aus mehreren Quellen einzuspeisen, die für die Energieeffizienz der Gebäude relevant sind, wie der Standort, die Katasterdaten, der Energieverbrauch, die Ausrichtung, das Vorhandensein von Photovoltaikanlagen usw.

Was die Steigerung der Energieeffizienz betrifft, sind die Strom-, Gas- und Fernwärmeverbrauchsdaten besonders relevant. Diese werden auf der Grundlage der Datenbanken der jeweiligen Energieverteiler zur Verfügung gestellt. Der Datenschutz der Bürgerinnen und Bürger, die in den einzelnen Gebäuden wohnen, wird mittels zusammengefasster Datenstrukturen garantiert, sodass die Vertraulichkeit der Informationen gewahrt wird. Das im Rahmen des Projekts IDEE ausgearbeitete System wird auch die Möglichkeit beinhalten, in Zukunft weitere Gebäudedaten zu integrieren, die gegenwärtig nicht vorgesehen oder nicht verfügbar sind, beispielsweise zur Prävention und Reduzierung von Risiken von Katastrophenereignissen wie Erdbeben und Überschwemmungen.

Datenintegration

Das System, das im Rahmen des Projekts IDEE entwickelt werden soll, soll Daten aus verschiedenen Quellen integrieren und den Nutzern einen einfachen Zugang zu Informationen gewährleisten. Die innovativen IT-Methoden und -Techniken, die für diesen Zweck zum Einsatz kommen, basieren auf dem sogenannten ontologiebasierten Datenzugriff (OBDA, engl. Ontology-based Data Access).

Dieser Ansatz erfordert 1) die konzeptuelle Darstellung des betreffenden Gegenstandbereichs durch die Identifizierung von Begrifflichkeiten und der zwischen ihnen bestehenden Beziehungen, die für die Steigerung der Energieeffizienz relevant sind, in einer Ausdrucksform, die für die Nutzer, welche die Daten abrufen, verständlich ist; 2) die Herstellung einer semantischen Verbindung (sog. Mapping) zwischen der Sprache der konzeptuellen Darstellung und der Sprache der Strukturen der verschiedenen Datenbanken, sodass das System die entsprechenden Daten auf der Grundlage der Nutzeranfragen erkennen kann. Für die Entwicklung des Systems werden daher die notwendigen Algorithmen zur Abfrage und Auswertung der Daten ausgearbeitet.

Intuitive Anzeige der Informationen

Dank der eingesetzten semantischen Techniken werden die Gebäudeinformationen und -daten unmittelbar und intelligent zur Verfügung gestellt. Das zu entwickelnde IT-Tool wird eine intuitive Benutzeroberfläche besitzen, über die die Benutzer das System flexibel und dynamisch abfragen können. Das System wird so gestaltet sein, dass erweiterte Analysen durchgeführt werden können, indem Informationen zu den typspezifischen, zeitlichen und räumlichen Eigenschaften eines jeden einzelnen Gebäudes des Gebiets bereitgestellt werden und die Aggregation von Daten möglich ist.

Die Informationen können auf verschiedene Art und Weise und in verschiedenen Formaten, die die Nutzer lesen können, wie Themenkarten, Grafiken und Tabellen, dargestellt und extrahiert werden, sodass Gemeindetechnikern, Energiemanagern und politischen Entscheidungsträgern maximale Nutzungsflexibilität gewährt wird, um ihre jeweiligen Ziele zu erreichen.

Aktivitäten


Aktivitäten – Workpackages (WP)Beauftragter Partner
WP1 – Project managementR3 GIS
WP2 – KommunikationAlperia
WP3 – Konzeptmodellierung und Konstruktion des ontologischen DatenzugriffsFreie Universität Bozen
WP4 – Erstellung der integrierten Datenbank zum EnergieverbrauchAlperia
WP5 – Ontologische Integration zwischen der Energiedatenbank und anderen InformationsquellenFreie Universität Bozen
WP6 – Abfrage und AnalyseR3 GIS